| --WISSENSWERTES ZUM SEGELFLUG-- |
| Segelfliegen früher und heute Segelfliegen begann in Deutschland bereits vor dem 2. Weltkrieg. Als nach dem Krieg der Motorflug in Deutschland verboten wurde, besannen sich die Flugpioniere der damaligen Zeit auf den motorlosen Flug - den Segelflug. Gestartet sind die Flugpioniere mit einem Gummiseil von einem Berg aus -Seilwinde und Motorschlepp waren unbekannt. Die Segelflugzeuge sahen eher noch nach "Tollkühnen Kisten" als nach Sportgeräten aus. Diese Zeiten sind jedoch schon lange vorbei. Anfang der 70er Jahre fertigte man die ersten Segelflugzeuge aus Kunststoff. Die Leistungen werden bis heute immer weiter gesteigert. "High-tech Renner am Himmel" Ein weiteres wichtiges Stichwort im Segelflug ist die Gleitzahl. Sie gibt an, wie weit ein Segelflugzeug gleiten kann. Heute werden Gleitzahlen über 60 erreicht (60 bedeutet, dass ein Segelflugzeug aus 1000m Höhe über Grund 60 km weit gleiten kann). Diese Gleitzahlen sind allerdings der Offenen Klasse (mit Spannweiten bis zu 28m) vorbehalten. Die 15m-Segler der Renn- und Standardklasse erreichen eine Gleitzahl von ca. 42 Segelflieger können Geschwindigkeiten von bis zu 270 km/h während des Flugs erreichen. Allerdings sinkt dann die Gleitzahl aufgrund des höheren Widerstandes, das Segelflugzeug verliert rasch an Höhe. Ein wirtschaftliches Fliegen ist kaum mehr möglich... Üblicherweise werden bei einem Überlandflug Gleit-Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h und 170 km/h geflogen. Die Piloten können natürlich nicht immer nur gleiten, sondern müssen zwischendurch auch wieder an Höhe gewinnen. Dies geschieht beim sog. "Kurbeln": Der Segelflieger kreist solange in einem Aufwind, bis er wieder genügend Höhe hat, um weiterzufliegen. Hierbei hilft ihm ein günstiges aber genaues "Instrument", der Faden. Aufwinde sind vertikale Winde, die durch aufsteigende Luft (Thermik) entstehenden. Sie erreichen durchschnittliche Geschwindigkeiten von 2 - 3 m/s - manchmal auch mehr. Wettkampf Da Segelfliegen auch ein Hochleistungssport ist, gibt es natürlich verschiedene Wettbewerbe. Ziel ist es dabei immer, bestimmte Strecken möglichst schnell zu umrunden. Geflogen werden meist 3-Ecks-Strecken. In Deutschland gibt es die Bezirks-Meisterschaften, danach die Regionalen Meisterschaften (Niedersächsische, Hessische, etc.) und die Deutschen Meisterschaften. Qualifiziert sich ein Pilot auf der Deutschen Meisterschaft, dann darf er an Europa- und später sogar an Weltmeisterschaften teilnehmen. Außerhalb der Wettbewerbe gibt es im Segelfliegen auch herausragende Leistungen. Bei Weltrekorden haben Piloten schon Strecken von über 2450 km an einem Stück geflogen. |