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Die Ausbildung

Erster Start

Die Segelflugschulung beginnt mit der Tauglichkeitsuntersuchung beim Fliegerarzt. Nach einer theoretischen Einweisung in die Platzverhältnisse und Ausbildungsmodalitäten fliegt der Schüler vom ersten Tag seiner Ausbildung an auf dem vorderen Sitz des Segelflugzeuges - der Lehrer auf dem hinteren Sitz.

Die Ausbildung gliedert sich in vier Abschnitte mit Prüfungen an deren Ende. A, B, C und PPL (Privat Pilot License)

Erster Ausbildungsabschnitt:
A-Prüfung

Bis zur A-Prüfung fliegen Sie immer mit dem Lehrer im Flugzeug. Sie lernen zuerst die elementaren Dinge der Fliegerei: Starten, Landen, und das Flugzeug steuern. Das wird solange geübt, bis der Lehrer während des Fluges nicht mehr einzugreifen braucht. Nach ca. 60-80 Ausbildungsstunden machen Sie die ersten drei Alleinflüge, der Lehrer bleibt am Boden und schaut von unten zu. Ein Funkgerät sorgt für die Verbindung. Das ist die A-Prüfung. (Für den Flugschüler gibt's dann außerdem noch ein paar auf den Hintern)

Zweiter Ausbildungsabschnitt:
B-Prüfung

Nun werden Sie für den Rest der Ausbildung fast immer alleine fliegen. Der Fluglehrer bleibt dabei immer über Funk in Kontakt und beobachtet den Flug. Jetzt geht es um steilere Kreise, Kurvenwechsel und Schnellflugübungen. Die B-Prüfung besteht aus drei Alleinflügen mit Kurvenwechsel und Rollübungen um die Längsachse. Zum Ende jedes Fluges wird eine Ziellandung verlangt, aufsetzen in einem markierten Bereich von 100 Metern.

C-Prüfung

Nun geht es um das Thermikfliegen, um länger als 5-10 Minuten in der Luft zu bleiben. Sie werden mit dem Lehrer zusammen die Grenzen des Flugzeugs erkunden, z.B. Mindestgeschwindigkeiten, Trudeln, 'Slip' etc. Sie werden auch auf andere höherwertige Flugzeugtypen und im Flugzeugschlepp eingewiesen. Die Prüfung besteht wieder aus drei Alleinflügen, bei denen Flugfiguren wie die hochgezogene Fahrtkurve, Kurvenwechsel und der Slip geflogen werden müssen.

Dritter Ausbildungsabschnitt

Die Ausbildung allein am Platz ist nun beendet. Jetzt geht es um das Überlandfliegen, so weit vom Flugplatz entfernt, dass einfaches Gleiten allein nicht mehr ausreicht, um den Platz wieder zu erreichen. Man ist dann gezwungen, Thermik oder andere Aufwinde zu nutzen. Jetzt stehen andere Anforderungen im Vordergrund, Navigation, Orientierung und die ständige Beobachtung des Luftraums erfordern viel Konzentration. Mindestens zwei Überlandflugeinweisungen erfolgen mit Ihrem Lehrer, bei denen Sie lernen, wie man auch längere Strecken zurücklegen kann, wie man richtig navigiert und notfalls auch sicher landen kann wenn sich nicht gerade ein Flugplatz in der nähe befindet. Viel ist jetzt über Meteorologie zu lernen und das Funksprechzeugnis zu erwerben.

 

Der Luftfahrerschein PPL-C

Die ganze Ausbildung läuft darauf hinaus, dass man nach der C-Prüfung die Theorieprüfung beim Luftfahrtbundesamt ablegt, dann den 50km-Flug und zuletzt die praktische Prüfung mit einem Sachverständigen macht. Wenn man alle erforderlichen Unterlagen beisammen hat, schickt man sie an die zuständige Stelle, und eines Tages ist man dann der stolze Besitzer eines Luftfahrerscheins für Privatluftfahrzeugführer (PPL-C).

Welche Voraussetzungen sind für die Ausbildung erforderlich ?

Mindestalter 14 Jahre
Fliegerärztliche Untersuchung
Bei Minderjährigen Zustimmung der Eltern

    
Mit welchen Flugzeugen wird geflogen?

Begonnen wird die Ausbildung mit Fluglehrer auf den Doppelsitzern 'Berkfalke III' und  'ASK-13'. Mit diesen Maschine werden auch die ersten Alleinflüge gemacht. Nach einiger Flugerfahrung wird dann auf den Einsitzer Ka-6 "umgeschult" der im wesentlichen ein ähnliches Flugverhalten wie die ASK-13  aufweist jedoch einen  besseren Gleitwinkel sowie angenehmere Thermikeigenschaften hat.

 


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