Luftsportverein Northeim
Bundesarchiv Bild 102-11640, Gatower Berge, Studenten beim Segelfliegen

Prinzip des Segelflugs

Die Piloten können natürlich nicht immer nur gleiten, sondern müssen zwischendurch auch wieder an Höhe gewinnen. Dies geschieht beim sog. "Kurbeln": Der Segelflieger kreist solange in einem Aufwind, bis er wieder genügend Höhe hat, um weiterzufliegen. Aufwinde sind vertikale Winde, die durch aufsteigende Luft (Thermik) entstehenden. Sie erreichen durchschnittliche Geschwindigkeiten von 2 - 3 m/s - manchmal auch mehr.

Segelflieger können Geschwindigkeiten von bis zu 270 km/h während des Flugs erreichen. Allerdings sinkt dann die Gleitzahl aufgrund des höheren Widerstandes - das Segelflugzeug verliert rasch an Höhe. Üblicherweise werden bei einem Überlandflug Gleit-Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h und 170 km/h geflogen.

ASH-25

"High-tech Renner am Himmel"

Ein weiteres wichtiges Stichwort im Segelflug ist die Gleitzahl. Sie gibt an, wie weit ein Segelflugzeug gleiten kann. Heute werden Gleitzahlen über 60 erreicht (60 bedeutet, dass ein Segelflugzeug aus 1000m Höhe über Grund 60 km weit gleiten kann). Diese Gleitzahlen sind allerdings der Offenen Klasse (mit Spannweiten bis zu 28m) vorbehalten. Die 15m-Segler der Renn- und Standardklasse erreichen eine Gleitzahl von ca. 42.